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Blitz-Interview vom 23.01.2017

Dieses Interview ist im Rahmen einer Autorenwoche in der Facebookgruppe "Unsere Bücherecke-Treffpunkt für Lesefreunde" enstanden.

Stell dich doch bitte vor.
Mein Name ist Marie Wigand, ich bin 28 Jahre alt und ich wohne mit meinem Mann und unseren Kindern in Rheinland-Pfalz.

 

Wie kamst du zum Schreiben?
Schon als Kind habe ich gerne kleine Geschichten aufgeschrieben und illustriert. In der Grundschule war ich bekannt für meine tollen Aufsätze. Das Schreiben von Erörterungen, Inhaltsangaben und Interpretationen im Gymnasium bereitete mir allerdings nur wenig Vergnügen, was sich dann auch in den ziemlich durchschnittlichen Noten widerspiegelte. Ich vergaß erst einmal, dass ich Schreiben kann. Da mein Hirn vor Ideen und Fantasien irgendwann drohte überzuquellen, holte mich 2014 die Schreiblust wieder ein. Ich schrieb ein paar Kurzgeschichten, belegte prompt einen 2. Platz in einem Schreibwettbewerb mit mehreren hundert Teilnehmern und begann meinen ersten Roman.

 

Welche Werke gibt es von dir?
Ich habe zwei Kurzgeschichten veröffentlicht: “Lennards Mondreise” (die Geschichte vom Schreibwettbewerb) und “Mr Feel und Mr Real”. Sie sind in allen wichtigen Online-Shops als Mini-E-Books erhältlich. Ende 2016 veröffentlichte ich meinen ersten Roman “Homali Sagina – Wie die Viecher”.

 

Woher kommt die Idee zur Geschichte?
Homali Sagina kritisiert die Zustände in der Intensivtierhaltung. Dabei habe ich den Spieß einmal umgedreht und Menschen statt Tieren hinter Gitter gesteckt. Sie werden von Außerirdischen entführt und auf dem Planeten Homali Sagina zu deren Zwecken missbraucht. Als ich als kleines Kind einmal einen Ameisenhaufen mit einem Stock durchbohrte, sagte mein Vater zu mir: “Stell dir mal vor ein Riese würde das gleiche mit unserem Haus machen.” Diese Aussage hat mich nachhaltig beeindruckt und so beeinflusst, dass ich immer, wenn ich an Tieren verübtes Unrecht beobachte, überlege wie es wohl aussähe, wenn das gleiche mit einem Menschen passieren würde. Homali Sagina hat mich zudem auf dem Weg zur Vegetarierin begleitet und mich darin bestärkt das Richtige zu tun. Die Geschichte wurde so grässlich, dass ich sie eineinhalb Jahre lang unter Verschluss hielt und nicht veröffentlichen wollte. Mittlerweile habe ich mich umentschieden und sie ist als Taschenbuch und E-Book überall erhältlich.

 

Welches Genre liest du selber?
Ich bin da ziemlich offen und habe schon viele Genres gelesen. Sehr gerne mag ich historische Romane. Ich liebe auch Fantasy, wie zum Beispiel Herr der Ringe und Harry Potter. Mich faszinieren diese magischen Welten, in denen alles möglich scheint und ich kann mir gut vorstellen selbst einmal einen Fantasy-Roman zu schreiben. Ich habe tausende Ideen dazu. Ich lese auch gerne Psychothriller und Dramen. Auch Horror und humoristisches habe ich mir bereits einverleibt. Fifty Shades of Grey steht auch in meinen Bücherregalen, allerdings hat es mich nicht besonders begeistert. Aber solange man ein Buch komplett durchlesen kann und es nicht völlig aufgibt, ist es kein komplett hoffnungsloser Fall. Dass ich ein Buch nicht zu Ende gelesen habe ist bisher auch wirklich noch nicht oft vorgekommen. Kann man an einer Hand abzählen.

 

Lieblingsautor?
Schwer zu sagen. J.K. Rowling ist natürlich eine Spitzenautorin! Sie hat unglaubliche Kreativität und Fantasie bewiesen. Und spannend schreiben kann sie auch. Ich habe jeden Harry Potter-Band mindestens sieben mal gelesen. Ich habe aber auch sehr viele Bücher von Ken Follet, Rebecca Gable und Iny Lorentz verschlungen. Momentan bin ich noch ziemlich beeindruckt von Sebastian Fitzek. Markus Zusak hat mich umgehauen mit seinem Roman “Die Bücherdiebin”. Das Buch kann ich nur wärmstens weiter empfehlen. Es war das erste Buch bei dem ich am Ende völlig hemmungslos geschluchzt habe und mich gar nicht mehr beruhigen konnte.

 

Planung für 2017… Schreibst du etwas im Moment?
Momentan feile ich noch an der zweiten Auflage von Homali Sagina. Und ich bin am recherchieren für den zweiten Teil. Der zweite Teil wird sich vom ersten im Bezug auf die beschriebenen Grausamkeiten sehr unterscheiden. Da er nicht mehr in den Käfigen spielt, wird er wesentlich leichter verdaulich sein. Aber trotzdem sehr spannend, ziemlich fantastisch und extravagant. Noch offene Fragen aus dem ersten Teil werden dann natürlich beantwortet. Ich freue mich schon auf das Schreiben, kann aber noch nicht sagen wann das Buch erscheinen wird, da ich momentan wegen meiner Kinder zeitlich ziemlich wenig Spielraum habe.

 

Lieblingsessen?
Ich mag italienisches Essen. Also Pizza, Pasta, Lasagne… Vegetarisch!

 

Haustiere?
Wir haben zwei Shelties namens Ajax und Neytiri. Unser Wohnzimmer wird von einem Aquarium mit roten Neons, Ohrgitterharnischwelsen und demnächst auch Zwergkrallenfröschen geschmückt.

 

Sternzeichen?
Jungfrau.

 

Hast du ein Lebensmotto?
Wo Unrecht zu Recht wird, wird Widerstand zur Pflicht. (Bertold Brecht)

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